Liebe Freunde und Interessierte
Den gesamten Monat März waren wir in der Schweiz und haben die Zeit sehr genossen. Es war eine schöne, aber auch sehr intensive Zeit. Wir haben viele Freunde und Verwandte getroffen, Familien besucht und die gemeinsame Zeit sehr geschätzt. Gleichzeitig hatten wir auch einige Arbeitssitzungen, bei denen wir vieles erledigen konnten – Arbeiten, die von hier aus nur schwer oder kaum umsetzbar sind.
Manchmal helfen wir den Kindern und Jugendlichen aus unseren Projekten, indem wir ihren Eltern helfen:
Seit Ostern ist ein Team von Ärzten aus der Schweiz in unserem Spital in Ifisi im Einsatz. Der Verein Zurich meets Tanzania (ZMT) kommt zweimal im Jahr für jeweils zwei Wochen und arbeitet mit dem einheimischen Personal zusammen. Sie führen komplexere Eingriffe durch und schulen das Personal in neuen Arbeitsschritten.
Letztes Jahr wurden wir im Amsha, dem Jugendsozialprojekt der MEC in der Stadt Mbeya, auf eine Frau (34 Jahre alt) aufmerksam gemacht. Ihre beiden Kinder waren bereits ziemlich verwahrlost, da sie im Mai 2023 einen Unfall hatte und seitdem unter Schmerzen im Knie leidet. Wir veranlassten eine Röntgenaufnahme, bei der klar wurde, dass das Knie komplett zerstört war. Die einzige Behandlungsmöglichkeit war eine Versteifung des Knies. Dank ZMT konnte diese Operation letzte Woche erfolgreich durchgeführt werden. Sie haben extra einen Orthopäden aus der Schweiz aufgeboten, der die zwei Wochen über dabei war. Die Operation verlief gut; nun braucht es einfach Zeit zur Heilung. Das Ziel ist jedoch, dass sie wieder ohne Stock gehen kann und schmerzfrei sein wird.

Wir hoffen sehr, dass wir durch diesen Eingriff dieser Frau sowie ihren Kindern eine bessere Zukunft ermöglichen können – damit die Mutter sich wieder besser um ihre Kinder kümmern, für sie kochen und ihrer täglichen Arbeit nachgehen kann.
An dieser Stelle möchten wir uns auch ganz herzlich bei der Kirche Neuhof in Pfäffikon ZH bedanken, die finanziell dazu beigetragen hat, den Eingriff zu ermöglichen.
Im Juni werden wir mit dem Bau eines Hostels auf dem Amsha Gelände starten. Ziel dieses Projekts ist es, jungen Erwachsenen Obdachlosen zu helfen. Sie sollen bei uns eine Schlafmöglichkeit sowie eine bessere und nähere Betreuung erhalten.
Wir sind sehr dankbar, dass wir jemanden aus der Schweiz gefunden haben, der die Bauleitung dieses Hostels übernehmen wird. Er und seine Frau werden uns für einen dreimonatigen Einsatz zur Verfügung stehen.
Wir denken, dass wir Ende dieses Jahres die ersten Personen in unserem Hostel aufnehmen können.
Severin und Miriel mit Mara und Anea


