Liebe Freunde der MEC
Wir haben ein sehr bewegtes halbes Jahr hinter uns seit unserem letzten Bericht, kurz nach der Ankunft hier in Ifisi. Wir leben nun seit sieben Monaten hier und fühlen uns bereits zu Hause. Neben der Begleitung und Koordination der Bibelschule unterrichtet Michael zwei Mal pro Woche an einem Morgen auch diverse Fächer. Dies in den Sprachen Englisch und Suaheli. In der Koordination der Bibelschule gibt vor allem eine Lehrplanüberarbeitung zu tun. Die Bibelschule ist in zwei Stufen aufgeteilt. Die ersten zwei Jahre sind die Studenten mit Familien im Zertifikatsprogramm. Die Unterrichtssprache ist Suaheli und die Frauen sind teilweise mit im Unterricht dabei und teilweise erhalten sie auch eigenen Unterricht. Für Studenten, die das Zertifikat abgeschlossen haben, gibt es die Möglichkeit später zurückzukommen und noch ein Diplom zu machen. Dies geht wieder zwei Jahre, wobei die Unterrichtssprache Englisch ist. Die Familien bleiben während den zwei Jahren zu Hause. Bisher war es so, dass der Diplomunterricht vor allem eine Wiederholung und Vertiefung des Stoffes war, der im Zertifikatsprogramm unterrichtet wurde. Gemeinsam mit den einheimischen Lehrern sind wir jetzt dran, das Diplomprogramm umzukrempeln, so dass es in erster Linie eine Weiterentwicklung des bisherigen Stoffes ist und auch einige neue Fächer dazukommen, die wir als wichtig erachten. Dafür sollte die Wiederholung des bereits gelernten nicht mehr im Vordergrund stehen. Ab dem neuen Jahr 2026 sollten diese Änderungen dann konkret umgesetzt werden.
Pascale arbeitet nun auch in der Bibelschule mit. Jeweils am Montag- und Freitagmorgen hilft sie bei der Kinderbetreuung mit. Dabei versucht sie, den Lehrersfrauen beizubringen, wie man kleine Kinder, die noch nicht in den Kindergarten gehen, spielerisch fördern kann. Weiter unterrichtet sie zwei Mal in der Woche das Pflegekind von Petra, Agesta, und hilft ihr sich weiterzuentwickeln. Und zu guter Letzt macht sie mit den grösseren drei Missionskindern einen Morgen pro Woche eine Spielgruppe. So ist auch ihre Woche gut ausgefüllt.
Die Highlights des letzten halben Jahres waren sicher die fröhliche Diplomfeier Ende Mai, der Ausflug mit den Diplomabschliessenden nach Matema an den Malawisee und ein Ausflug mit den Zertifikatsabschliessenden in den Zoo.
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Mitte Juni mussten wir dann aber notfallmässig in die Schweiz zurückkehren für fast vier Wochen. Der Vater von Michael hatte einen schweren Fahrradunfall und ist kurze Zeit später an den Folgen dieses Unfalls gestorben. So schnell wir konnten sind wir also zurückgereist. Leider hatte es im Flugzeug nach Dar es Salaam keinen Platz mehr und wir mussten mit dem Auto fahren, wobei wir fast 20 Stunden Fahrzeit hatten. Wir kamen aber noch «rechtzeitig» in die Schweiz, so dass sich Michael noch verabschieden konnte, wobei sein Vater nicht mehr ansprechbar war, aber noch am Leben. Die Beerdigung war ein sehr würdiger Abschied und danach blieben wir noch eine Zeit in der Schweiz, um Michaels Mutter zu unterstützen. Nun sind wir aber pünktlich zum Start des neuen Bibelschulsemesters zurück in Tansania und haben wieder mit der Arbeit begonnen.
Wir sind sehr dankbar für alle Unterstützung, die wir in dieser schweren Zeit erhalten haben, von Menschen in der Schweiz und besonders von unserem Team hier vor Ort.


