Bericht Susanna, Juni 2026

Liebe Freunde und Interessierte
Ganz herzliche Grüsse aus Mbalizi!

Die Trockenzeit hat begonnen, und das Gras ist bereits dürr. Die Mais-, Bohnen- und Reisernte ist in vollem Gange. Eigentlich sollte es jetzt kalt sein, aber dieses Jahr ist es gar nicht so extrem. Darüber bin ich persönlich allerdings nicht traurig.

Als Pensionierte freue ich mich, dass ich dieses Jahr einige Reisen unternehmen darf – sei es privat, auf der tollen Reise nach Südafrika mit den Lehmanns oder wenn ich lieben Besuchern unser schönes Land zeigen darf. Ich geniesse das sehr. ABER: Dadurch bleiben jeweils einige Arbeiten liegen. Wenn ich dann nach Ifisi zurückkehre, ist das Auszahlen von Schulgeldern, das Weiterleiten von Hilfsgeldern usw. eine anspruchsvolle Aufgabe. Und wenn ich jemandem sagen muss, dass ich keine Gelder mehr zur Verfügung habe, können die Bittenden das kaum verstehen. Ich kann schliesslich nur auszahlen, was ich erhalten habe. Das scheint manchmal nur schwer nachvollziehbar zu sein.


Im Spital steht ein Solarprojekt an. Wir bitten um Weisheit und Gottes Führung, damit die Planung und Umsetzung gut gelingen. Das Projekt betrifft auch die Handwerkerschule in Mbalizi, da wir die Arbeiten gemeinsam mit den Studenten der Elektrikerausbildung durchführen möchten. Sie sollen dabei ganz praktisch im Bereich Solarenergie und Installation ausgebildet werden. Betet dafür, dass dieses Vorhaben gelingt und für die Studenten zu einer wertvollen Lernerfahrung wird.

Sehr dankbar sind wir, dass im Amsha-Projekt alles gut läuft. Die Jugendlichen, die nun im Hostel wohnen, haben einen grossen Schritt gemacht. Für sie ist der Wechsel von der Strasse und der Müllhalde in ein geregeltes Leben eine enorme Umstellung. Wir beten, dass sie dadurch neue Perspektiven für ihr Leben gewinnen und diese auch umsetzen können. Auch für die Mitarbeitenden bedeutet diese neue Situation eine grosse Verantwortung. Bitte betet um Weisheit und Kraft, damit sie die Jugendlichen gut begleiten können und ein geregelter Alltag entsteht.


In der Hope Group in Mbalizi geht die Arbeit mit den Waisenkindern erfreulicherweise gut weiter. Wir sind Gott dankbar für die Möglichkeit, diese Kinder zu begleiten und zu unterstützen. Betet bitte für unsere Mitarbeitenden, dass Gott ihnen immer wieder neue Kraft schenkt, die oft tragischen Geschichten der Kinder mitzutragen und ihnen mit Liebe und Geduld zu begegnen.

Eine grosse Umstellung ist der Umzug der Lehmann Familie zurück in die Schweiz. In beiden Projekten, der Hope Group und Amsha, werden wir sie sehr vermissen. Ich möchte Lehmanns an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für ihren vorbildlichen und ausserordentlich wertvollen Einsatz aussprechen. Sie haben sich hervorragend integriert und sehr gut mit den Mitarbeitenden sowie den Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet. Beim Abschied sind doch manche Tränen geflossen.

Severin und Miriel mit Mara und Anea – wir vermissen euch!

Liebe Grüsse
Susanna Joos

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